Biografie

«Wo Menschen sind, bin ich zu Hause».

Seit 1987 lebte Pietro Archiati in Deutschland als Schriftsteller und als freiberuflicher Redner, hielt Vorträge, Seminare und Tagungen in verschiedenen Ländern, in völliger Unabhängigkeit von jeder Art von Einrichtung oder Institution. «Wo Menschen sind, bin ich zu Hause», sagte er. Seine Bücher sind dem freien Geist jedes Menschen gewidmet – der Unerschöpflichkeit seiner denkerischen und moralischen Kräfte.

Aus meinem Leben

Pietro Archiati hat am 6. September 2002 einen Vortrag in Bad Boll über sein Leben gehalten und über seine Erfahrung mit Kirche und Anthroposophie. Die Nachschrift seines Vortrags wurde kurz nach seinem Tod als Taschenbuch in den Rudolf Steiner Ausgaben veröffentlicht.

Kurzbiografie

foto paPIETRO ARCHIATI (1. Juni 1944 – 26. Februar 2022) wurde in Capriano del Colle (bei Brescia, Italien) geboren. Ab seinem 10. Lebens­jahr be­such­te er eine Klo­ster­schule in einem klei­nen mis­si­o­na­rischen Or­den. Nach dem Abi­tur ab­sol­vierte er ein Studium der Theologie und Philosophie in Rom und München. 1968-1970 war er Volksschullehrer in Laos während des Vietnam-Krie­ges. 1974-1976 war er als Or­dens­pries­ter in New York unter an­de­rem in der Marriage-Encounter-Bewe­gung tätig.

Danach leb­te er als Ein­sied­ler am Comer See, wo er 1977 das ihm bis dahin völ­lig un­be­kannte Werk Rudolf Steiners ent­deckte. Dazu sagte er in einem Vor­trag (2002): «Inner­halb von Ta­gen … wusste ich mit innerster Ge­wiss­heit: Das ist das­jenige, was du ein gan­zes Le­ben in Ost und West gesucht hast. Wie ein Or­kan hat es auf mich ge­wirkt.»

1981-1985 war er in Süd­afrika als Do­zent in einem Priester­se­mi­nar. Die Span­nungen mit der Kir­che nahmen natur­ge­mäß mit der Zeit zu und hatten letzt­endlich zur Folge, dass sein Wir­ken im Rah­men der Kir­che nicht mehr mög­lich war. Seit 1987 war er un­ab­hängig von jeder Insti­tu­tion als Autor und Redner in Deutsch­land und anderen Län­dern tätig. Seine Bücher sind in ver­schie­denen Spra­chen er­hält­lich.

Seit 2004 ver­öffent­lichte er bis zu seinem Tod zu­sam­men mit der Ver­le­gerin Monika Grimm im Ver­lag Rudolf Steiner Ausgaben Wer­ke und Vor­träge Rudolf Steiners, die heute einen be­son­deren Aktua­litäts­wert ha­ben. Seine Vor- und Nach­worte zu den Steiner-Bänden sind der Ver­such, eine Brücke zwi­schen der Anthro­po­sophie und dem heu­tigen Zeit­ge­schehen zu schla­gen.